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St. Franziskus Apotheke in Graz – Aktuelle Themen

Antibiotika


Antibiotika werden von Pilzen, Bakterien oder auch künstlich hergestellt. Sie wirken schon in geringer Konzentration gegen bakterielle Krankheitserreger, indem sie diese in Wachstum oder Vermehrung hemmen oder überhaupt abtöten. Bei der Auswahl des Antibiotikums richtet sich der verschreibende Arzt nach dem wahrscheinlichen Erreger, dem Krankheitsbild, der Verträglichkeit und dem Patientenalter. Auch bekannte Allergien oder eine Schwangerschaft sind zu beachten. Bei Viruserkrankungen wie Influenza oder Schnupfen sind Antibiotika wirkungslos, können aber gegen überlagernde bakterielle Infekte zum Einsatz kommen.

Damit Ihr Antibiotikum möglichst rasch und nebenwirkungsfrei hilft, sollten Sie die Einnahmehinweise beachten: ob Sie das Antibiotikum vor, während oder nach dem Essen einnehmen, ob es ein-, zwei- oder dreimal täglich angewendet wird und ob die Verabreichung lange genug erfolgt entscheidet über den Behandlungserfolg. Wenn Sie das Mittel zu früh absetzen, weil Sie sich schon wieder besser fühlen, riskieren Sie damit ein Wiederaufflackern des Infekts. Dabei können die Erreger gegen das Arzneimittel unempfindlich werden. 


Da Antibiotika nicht nur krankheitserregende Bakterien angreifen sondern auch die „guten“ Darmbakterien, kann es als Nebenwirkung zu Durchfall kommen. Sie sollten dann ein Bakterienpräparat zur Aufforstung der Darmflora nehmen, der gerne empfohlene Joghurt enthält dafür viel zu wenige Darmkeime und hilft nicht. Frauen beobachten unter Antibiotikagabe häufig das Auftreten von Scheidepilzen, die aber nach dem Absetzen der Medikation und bei entsprechender Therapie rasch wieder verschwinden. Bestimmte Antibiotika verursachen eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, in diesem Fall ist direkte Sonnenbestrahlung zu vermeiden. Auf Alkohol sollten Sie während der Behandlung des Infekts verzichten, da es hier zu Neben- und Wechselwirkungen kommen kann.

Grippe oder Erkältung?


Meist erreicht die jährliche Grippewelle nach den Weihnachtsferien ihren Höhepunkt, denn Kinder sind der Motor in der Verbreitung dieser häufigen Winterinfekte. Alles, was mit ein wenig Halskratzen, Schnupfen, leichtem Husten und Fieber bis maximal 38,5°C beginnt, ist dem Bereich Erkältung oder grippaler Infekt zuzuordnen. Auslöser sind dabei Rhinoviren, Adenoviren und Parainfluenza-Viren. Die echte Virusgrippe oder Influenza ist gekennzeichnet durch einen plötzlichen Beginn mit Kopf- und Gliederschmerzen, hohem Fieber und heftigem trockenen Reizhusten. Der Schnupfen ist dabei nicht so heftig ausgeprägt, die Erreger sind Influenza-Viren des Typs A oder B. 

In beiden Fällen heißt es Bettruhe, Schonung, viel Schlafen, viel Tee trinken und die Symptome einzeln und gezielt behandeln. Also beispielsweise fiebersenkende Arzneimittel bei Temperaturen über 38,5°C, einen abschwellenden Nasenspray für eine freie Nasenatmung und somit auch ruhigen Schlaf, Saft oder Tropfen gegen den quälenden Hustenreiz sowie antiseptische und schmerzstillende Lutschtabletten oder Rachensprays gegen Halsweh. Gegen die auslösenden Viren hilft kein Antibiotikum, wie es gerne forsch in der Apotheke verlangt wird. Wenn sich aber auf den lädierten Schleimhäuten eine bakterielle Infektion darüber ausbreitet, die zu bakterieller Angina, Bronchitis oder Lungenentzündung führen kann, wird der Arzt sehr wohl nach entsprechender Untersuchung ein Antibiotikum verordnen, das man dann auch konsequent und lange genug einnehmen muss. Immer wenn die Symptome unklar, lang andauernd oder besonders heftig sind, ist ein Arztbesuch dringend anzuraten. Ebenso wichtig ist körperliche Schonung für mindestens eine Woche nach dem Abklingen der Beschwerden, da es sonst zu Komplikationen im Bereich Herz-Kreislauf, Nieren und anderen Organen kommen kann.

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